- Startpunkt: Spitz an der Donau, Parkplatz Tourismusinformation Mittergasse oder Eisenbahnunterführung
- Weglänge: ca. 21 km
- Höhenmeter: 950 hm
- Meine Gehzeit: ca. 6,5 Stunden
Viele Wege führen auf den Jauerling (960 m) und so hätte ich mir die heutige Wanderung definitiv auch einfacher und kürzer gestalten können. Aber wenn der Frühling in der Wachau erwacht und die Marille in der Vollblüte steht, ist jede Minute im Freien ein kostbares Geschenk. Und so entscheide ich mich heute bei meiner "Erstbesteigung" des Jauerlings für diese doch eher anspruchsvolle Tour, auf der ich auch großteils am Welterbesteig unterwegs bin.
Ich starte meine Wanderung in Spitz an der Donau und marschiere vom Parkplatz bei der Touristeninformation ca. 10 min bis zur Unterführung bei der Eisenbahnbrücke. Auch hier steht ein Parkplatz zur Verfügung und ab hier sind die unterschiedlichen Wanderwege auch gut beschrieben.
Mein erster Weg führt mich hinauf zur Ruine Hinterhaus, von der aus man einen sensationellen Ausblick nach Spitz hat. Die terrassenförmig angeordnete Burg misst eine Länge von 75 m, eine Breite von 20 m und wurde auf einer Felsformation erbaut. Highlight des Jahres ist hier im Juni die Sonnenwendfeier, bei der die Konturen der Ruine mit über 750 Tuchwachsfackeln beleuchtet sind.
Nach der Burg halte ich mich links und überwandere auf einem idyllischen Pfad durch die Wälder des Elfer-, Zwölfer- und Hirschenkogels die sagenumrankte Teufelsmauer. Der gesamte Weg bis zum mittelalterlichen Dorf Schwallenbach führt entlang der Donau, ist sehr naturbelassen und wird von Einheimischen auch liebevoll als Urwald der Wachau bezeichnet. Dieser erste Abschnitt meiner Wanderung ist auch Teil des 90 km langen Wachau Weitwanderwegs durch den Naturpark Jauerling.
In Schwallenbach biege ich rechts ab und starte endlich Richtung Jauerling. Die Wegstrecke über Wiesmannsreith bis zum Jauerling ist nicht zu unterschätzen. Der Weg über Forststraßen und Waldabschnitten ist zwar einfach zu gehen, man legt aber konstant bergauf rasch Höhenmeter zurück. Ich bin heute auch nicht alleine unterwegs. Meine Wandergruppe mit 18 erfahrenen Bergfex:innen ist ziemlich motiviert und gibt ordentlich Tempo vor. Tja, da bleibt zum Stehenbleiben und Fotografieren auch eher weniger Zeit.
Der Jauerling ist ein beliebtes Ausflugsziel und ist mit einer Höhe von 960 m die höchste Erhebung und der Hausberg der Wachau. Am Berg befinden sich eine Sendeanlage und eine Aussichtswarte, die einen einzigartigen Rundumblick vom Donautal über den Dunkelsteinerwald bis in die Alpen bietet.
An der höchsten Erhebung findet sich der sogenannte "Gipfelring", ein Stück unterhalb der "Falsche Gipfel" mit einem Holzkreuz. Richtig begeistert bin ich von der Kaffeepause beim Naturparkhaus. Von der Wachauterrasse aus ergibt sich ein einzigartiger Blick auf die Donau, den Weinbauort Spitz mit seinem berühmten Tausendeimerberg und in den Spitzer Graben. Einen schöneren Ausblick wird man in der Wachau schwer finden.
Beim Naturparkhaus halte ich mich linkerhand bergab Richtung Vießling und Gut am Steg und genieße die letzten Sonnenstrahlen im Spitzer Graben. Alles blüht, alles riecht und der Rasen auf den steilen Weinterrassen ist mittlerweile sattgrün. Schöner kann man in eine Wandersaison gar nicht starten!















Kommentar schreiben
Doris Wawra (Sonntag, 12 April 2026 10:52)
Danke für deinen Beitrag. Werde ich gleich dann mal gehen�