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Brunnkogel 1.708 m und Hochleckenhaus ab Taferlklause

  • Startpunkt: Parkplatz Taferlklause, gebührenfrei, Nähe Altmünster
  • Höhenmeter: 956 hm
  • Weglänge: 12,21 km
  • Aufstieg Taferlklause bis Brunnkogel: 3 Stunden
  • Brunnkogel - Hochleckenhaus: 1 Stunde 
  • Hochleckenhaus bis Taferlklause: 2 Stunden
  • Gesamtgehzeit: 6 Stunden

Wie beginnt man einen Blogbeitrag für eine Wanderung, die es leider nicht unter die Top-10 schaffen wird? Am besten mit den hard facts.

 

Tagwache 04.30 Uhr, Abfahrt von Amstetten 05.30 Uhr, in Altmünster wieder mal ins Radar gedüst, Ankunft Parkplatz Taferlklause 07:00 Uhr. Kein einziger Parkplatz frei. Der Tag fängt super an! Wie sich später herausstellt, ist auf dem Hochleckenhaus um 10.30 Uhr eine Bergmesse, dafür bin ich definitiv zu spät dran. Ich bleibe in einer Ausbuchtung neben der Straße stehen. 

 

Startet man zuerst noch durch einen schattigen Waldabschnitt, beginnt relativ rasch eine 2 km lange Passage, die ausschließlich steil bergauf auf Schotterwegen durch felsiges Gebiet führt. Das Gehen auf diesem gerölligen Untergrund ist für mich extrem anstrengend, die Steilheit beißt ordentlich in die Oberschenkel und die Temperatur in dieser Schotterriese klettert schnell an die 30 Grad-Marke. Manche Stellen sind mit Steigbügel und Seilen versichert - während ich hochkonzentriert einen Schritt nach dem anderen setze, überlege ich mir, wie ich hier eigentlich wieder heil runterkommen soll?

 

Nach gut 2 Stunden ist der steilste Anstieg geschafft und ich marschiere mäßig bergauf durch "Latschenstraßen" zum Hochleckenkogel (1.691 m). Von hier aus ist das imposante Gipfelkreuz des Brunnkogels bereits sichtbar. Was für ein Kreuz! Zum Greifen nahe - doch der Schein trügt. Ein gutes Stück muss ich wieder bergab bis ich den letzten Aufstieg zum Kreuz nehmen kann. Mit seinen 14 Metern zählt es als höchstes Kreuz in den Ostalpen. Die Gestaltung ist außergewöhnlich - es zeigt die acht Aurachtaler Berufsstände: Bauer, Holzknecht, Zimmermann, Schlosser, Schmied, Maurer, Technischer Zeichner und Arzt.

 

Mein Rückweg führt mich zuerst noch zum Mathias Kogl (1.668 m, auf die paar Höhenmeter kommts jetzt auch nicht mehr an) und dann wieder steil bergab und bergauf zum Hochleckenkogel. Nach ca. 15 min zweigt links ein Steig zum Weg auf das Hochleckenhaus ab. Der Weg ist angenehm zu gehen, eingerahmt in eine herrliche Blumenvielfalt und begleitet von den Klängen der Musiker, die von der Hütte zu mir dringen. Die Luft ist mittlerweile zum Schneiden, meine gesamten Wasservorräte sind aufgebraucht und ich freue mich nach 4 Stunden Gehzeit in der prallen Sonne auf ein Schattenplätzchen am Hochleckenhaus. Doch daraus wird leider nichts, denn die Hütte verfügt ernsthaft über nur 1 (!) Sonnenschirm.

 

Somit ist meine Rast nur sehr kurz und ich mache mich rasch auf den Rückweg zur Taferlklause. Die Gehzeit ist sehr optimistisch mit 1,5 Stunden angeschrieben - da ist das Hinunterrutschen auf dem Hintern über steile Felsstufen wahrscheinlich nicht eingerechnet ;-). Ich geb's zu: mir wackeln ordentlich die Knie, als ich endlich wieder meinen Ausgangspunkt erreiche. Ich gönne mir zum Runterkommen noch eine kleine Runde um den See und freue mich, dass die urige Hütte dort am Wochenende bewirtschaftet ist. Und über ausreichend Sonnenschirme verfügt!

 

Fazit: 3 von 5 manuela-wandert-Punkten. Dass man bei diesen Temperaturen eher am See liegt, als in den Bergen herumläuft, ist mir schon bewusst. Der Aufstieg über die Schotterriese wäre aber auch bei moderaten Temperaturen zach und kräfteraubend. Wesentlich angenehmer soll angeblich der Aufstieg vom Attersee (Kienklause, Nähe Steinbach) sein. Das nächste Mal dann.

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