- Startpunkt: direkt in Scheibbs (Rathausplatz)
- Weglänge: ca. 9 km
- Höhenmeter: 480 hm
- Meine Gehzeit: ca. 3 Stunden
- Kein Kuhkontakt
Es sind nicht die mehrstündigen, anstrengenden Wanderungen mit spektakulärer Aussicht auf meinem Blog, die am häufigsten angesehen werden, sondern eher die kleinen, feinen Abenteuer, die auch gut mit Familie ohne allzu große Anstrengung gemacht werden können.
Für euch habe ich heute diese feine, kleine Wanderung auf den Hausberg von Scheibbs: den Blassenstein mit der weithin sichtbaren Urlingerwarte, die in der Nacht so wunderschön beleuchtet ist.
Ich parke mitten in Scheibbs am linken Flussufer der Erlauf (wochentags Kurzparkzone) und starte meine Wanderung über den Rathausplatz Richtung Burgerhofstraße. Es ist noch früher Morgen und der Duft von warmen Gebäck aus der Backstube der Konditorei liegt verführerisch in der Luft. Nein! Kaffee und Nussschnecke müssen erst verdient werden!
Und so marschiere ich der Burgerhoferstraße entlang, überquere den Schöllgrabenbach und wandere noch ein Stück der Straße entlang bis der Weg zum Blassenstein markiert ist. Auch hier stehen noch wenige Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Laut Wandertafel stehen zwei Aufstiegswege zur Auswahl: der Quellenweg mit 2 Stunden Gehzeit (sehr großzügig bemessen) und der Staudenweg mit 1 Stunde 45 min. Auf Grund eines Hangrutsches ist derzeit ohnehin nur der landschaftlich reizvollere Quellenweg begehbar, der immer wieder mit einer MTB-Strecke kreuzt. Über den Burgerhofteich gelange ich in den Reithgraben und über schattige Waldwege vorbei am Kalmusbründl bis zum Parkplatz unterhalb des Blassensteins. Von hier aus geht's in 15 min auf einem steilen Karrenweg Richtung Urlingerwarte.
Der Name Blassenstein bezieht sich auf den nackten Stein, einem markanten Felsvorsprung als prominenter Standort der Urlingerwarte. Ich bin alleine auf dieser herrlichen Anhöhe und wage mich heute erstmals auch in die schmale Warte, empor über eine enge Wandeltreppe bis zur Aussichtsplattform. Bei guter Sicht würde man bis in die Donauniederungen und ins Waldviertel sehen.
Da bis zum angekündigten Regen noch etwas Zeit bleibt, erweitere ich am Rückweg meine Wanderung und besuche noch die Jelinek-Warte, steige dann über einen malerischen Wald-Serpentinenweg ab und gehe auf dem Töpperweg zurück nach Scheibbs. Meine Nussschnecke und ein Cappuccino warten auf mich!
Fazit: Lohnende, kleine Wanderung mit herrlicher Aussicht von der Urlingerwarte und vielen Sitzgelegenheiten unter schattigen Bäumen. Hier wurde ich einmal von meiner Familie mit einem Muttertagspicknick überrascht.















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