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Rote Wand, Hoher Stein und Mühlberg in der Wachau

  • Startpunkt: Hofarnsdorf (Parkplatz beim Friedhof)
  • Weglänge: 14,7 km
  • Höhenmeter: 640 hm
  • Meine Gehzeit: ca. 3h 30 min

Den meisten Wachauliebhaber:innen sind die bekannten Wanderungen auf den Jauerling, den Vogelberg oder den Seekopf ein Begriff. Für mich ging es heute auf einer Rundwanderung auf drei eher weniger bekannte Gipfel auf der rechten Wachauseite. 

 

Ich starte meine Rundwanderung in Hofarnsdorf und gehe neben der Straße ein Stück Richtung Anlegeplatz der Rollfähre  Spitz-Arnsdorf. Hier biegt der Weg links auf einem Fahrweg in den Welterbesteig ein. Zunächst noch sanft aufwärts durch die Weingärten der Domäne Wachau, tauche ich rasch in das dicht bewaldete Buchental ein.

 

Der Weg wird immer steiler und enger, vereinzelt finde ich Markierungen zum Hohen Stein, an denen ich mich orientiere. Mich zieht es allerdings zuerst zur Roten Wand und ich folge einer querenden Forststraße nach rechts, bis ich nach ca. 1 Stunde Gehzeit mein erstes Ziel erreiche. Der Weg zur Roten Wand ist nicht markiert. Eine App liefert hier gute Dienste!

 

Der Gipfelbereich der Roten Wand (592 m) ist eher eine Gipfelwiese mit Holzkreuz und einem weitreichenden Ausblick auf die Donau. Wunderschön ist die Aussicht auf die gegenüberliegende Ruine Hinterhaus mit Spitz an der Donau, dem Tausendeimerberg und dem Jauerling.  

 

Ich marschiere auf der Forststraße wieder ein Stück zurück bis zur Abzweigung, wo der Aufstiegsweg aus dem Buchental einmündet und halte mich jetzt links Richtung Hoher Stein. Nach wenigen hundert Metern wird es noch einmal anstrengend - rechts zweigt ein gelb markierter Steig in den Wald ab, auf dem es richtig steil wird. 10 min Gehzeit sind auf einem kleinen Wegweiser angeschrieben. Ich hab zwar nicht auf die Uhr gesehen, angefühlt hat sich dieses Waldstück für mich aber um einiges länger.

 

Und dann steht er endlich vor mir - der beeindruckende Gipfelfelsen des Hohen Stein (712 m). Ich gehe am ersten Felsen noch vorbei und entdecke dann die Leitern, die auf den höchsten Felsen führen. Hier beginnt der technisch anspruchsvolle Teil (Klettersteig B). Ich bin keine erprobte Kletterin und habe ordentlich Respekt vor dem Aufstieg. Langsam und vorsichtig steige ich zuerst über drei Eisenstifte und zwei senkrechte Leitern auf den Felsen auf, bis die kurze Kletterei in ein paar Steilstufen mittels Drahtseil beginnt. Ziemlich stolz nehme ich auch noch die letzte Hürde zum schief stehenden Gipfelkreuz und bitte ausnahmsweise eine Wanderfreundin um ein Foto. Was für ein unfassbarer Ausblick hier heroben!

 

Auf meinem Rückweg suche ich noch den Mühlberg (725 m). Hier gibt es lediglich einen Hochstand ohne Aussicht und so trete ich großteils unmarkiert meinen Rückweg Richtung Osten durch das Kupfertal bis nach Mitterarnsdorf an. Der Weg ist nicht sonderlich spektakulär, verläuft meist auf Forstwegen, bis man das letzte Stück auf der Marillenmeile zurücklegt. 

 

Fazit: 4 von 5 "manuela-wandert" Punkten. Sehr angenehme, nicht allzu anstrengende Rundwanderung. Die Kletterei auf den Hohen Stein kann man natürlich auslassen, verpasst dann aber leider den sensationellen Ausblick in die Wachau. Tour vorher auf einer Wanderapp suchen und offline speichern! 

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